Die Etappen der klassischen ReitkunstDie Ausbildung nach den alten klassischen Grundsätzen verläuft in feinen, aufeinander aufbauenden Phasen. Sie richtet sich stets nach dem individuellen Tempo und der Natur des jeweiligen Pferdes:
Die erste Phase – Das junge Pferd:
Zu Beginn steht die Arbeit am Boden und später das erste Reiten in natürlicher Haltung. In den Grundgangarten auf geraden Linien geht es vor allem um Balance, Vertrauen und das Heranführen an die feinen Hilfen.
Die zweite Phase – Das sichere Geländepferd:
Mit fortschreitender Balance folgen Wendungen, Zirkel und feine Versammlungsübungen. Ziel ist ein durchlässiges, gelassenes und trittsicheres Pferd, das auch im Gelände und bei Hindernissen ein verlässlicher, ausbalancierter Partner ist.
Die Hohe Schule – Die Vollendung:
Die Entwicklung bis hin zur Hohen Schule erfordert Jahrelange Geduld, Feingefühl und gegenseitigen Respekt. Abhängig von Begabung, Kraft und Freude des einzelnen Pferdes können Lektionen wie Piaffe, Passage oder Pirouetten erarbeitet werden.
Es braucht viele Jahre vertrauensvoller Arbeit, bis ein Pferd diese Leichtigkeit und Anmut entfaltet. Jedes unserer Pferde darf diesen Weg in seinem eigenen Tempo gehen.